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Technik, Schnelligkeit, Fair Play und spektakuläre Spielzüge - Futsal ist Fußball in einer der Halle hervorragend angepassten Form. Auf engstem Raum sind schnelle Entscheidungen, eine hervorragende Ballbehandlung und gute Spielübersicht gefragt.

Im Rahmen des Masterplans haben sich DFB und SFV klar zum Futsal bekannt. Auch wenn bei der Einführung noch Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, der Verband ist von den Vorteilen des Futsals überzeugt und macht sich für die Umsetzung in Sachsen stark. Spezielle Kurzschulungen zum Thema Futsal helfen Vereinen und Übungsleitern bei der Umstellung.

Inzwischen werden alle Landesmeisterschaften im Hallenfußball nach dem einheitlichen FIFA Futsal-Regelwerk ausgetragen. So werden jedes Jahr die Futsal-Landesmeister der Herren, Frauen, Junioren, Juniorinnen und Breitensportler gekürt. Zudem unterhält der SFV eine Futsal-Landesauswahl, die sich auf nationaler Ebene dem DFB-Vergleich stellt und der Sichtung potentieller Nationalspieler dient. 

Der Ball ist dem Spiel in besonderer Weise angepasst: er ist kleiner und weist einen geringeren Druck auf, was zu einem verminderten Sprungverhalten führt. Diese Besonderheit zieht eine kontrollierte Ballführung und ein hohes Maß an Ballsicherheit nach sich. Gespielt wird analog zum Feldfußball ohne Banden, was ähnliche Laufwege wie beim Fußball bedingt. Die Größen der Tore und des Spielfeldes entsprichen in etwa denen des Handballsports, sodass Futsal nahezu in jeder Sporthalle unkompliziert gespielt werden kann. Während des Spiels stehen jeweils vier Feldspieler und ein Torhüter auf dem Parkett, es kann beliebig gewechselt werden.

Tempofußball ohne Verzögerung

Schnell, dynamisch, fair - Futsal. (Getty Images)

Im regulären Spielbetrieb beträgt die Spieldauer 2 x 20 Minuten (ggf. Anpassungen bei Turnieren), bei Unterbrechungen wird die Uhr angehalten. Da alle Standards innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden müssen, lebt das Spiel von Schnelligkeit und Dynamik.

Futsal ist kein körperloses Spiel, doch ist es im Vergleich zum Fußball restriktiver. Grätschen von der Seite oder von hinten ist beispielsweise generell untersagt, was das Verletzungsrisiko erheblich vermindert.

Unfaires Spiel wird grundsätzlich als Mannschaftsfoul dem gesamten Team angerechnet. Ab dem sechsten Foul pro Halbzeit bekommt die gegnerische Mannschaft einen Strafstoß von der Zehn-Meter-Marke. Vergehen innerhalb des Strafraumes werden mit einem Strafstoß aus sechs Meter Entfernung geahndet. Die Partien werden von zwei Schiedsrichtern an den Längsseiten geleitet. Hierzu kommen ein Zeitnehmer und ein dritter Schiedsrichter.

Futsal als Ergänzung zum Fußball

Viele Tore sorgen für Spielfreude. (Getty Images)

Futsal ist die ideale Fußballvariante in der Halle und einer hervorragende Ergänzung zum Feldußball, denn

  • die technischen Fertigkeiten werden stark gefördert
  • die Handlungsschnelligkeit wird gesteigert
  • die Motivation der Spieler wird durch Erfolgsmomente erhöht
  • Spieler übernehmen mehr Verantwortung im Spiel
  • das geringeres Verletzungsrisiko erhöht die Attraktivität
  • es ist eine Abwechslung zum konventionellen Fußball-Training

In Deutschland auf dem Vormarsch, weltweit etabliert

Seinen Ursprung fand der „Futebol de Salão" - der Salonfußball (Hallenfußball) - in Südamerika, wo bereits in den 30er Jahren Spiele stattfanden. Seit 1989 werden Weltmeisterschaften und seit dem Jahr 1999 auch Europameisterschaften ausgetragen. In der Saison 2001/2002 wurde von der Europäischen Fußball-Union der UEFA-Futsal-Cup aus der Taufe gehoben. Hier spielen jährlich die europäischen Landesmeister um die Krone des europäischen Klub-Futsal.