Die A-Junioren von RB Leipzig schafften 2015 den Sprung bis ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. (RB Leipzig)

Um Kinder zum langfristigen Sporttreiben zu motivieren, werden fußballerische Fähigkeiten und Kenntnisse in den Vereinen mit altersgerechten Übungs- und Spielformen vermittelt und mit attraktiven Freizeitangeboten ergänzt. Mit der Erfüllung dieser breitensportlichen Funktion der Jugendarbeit wird die breite Basis des Fußballsports langfristig gesichert.

Die Dresdner Nachwuchs Akademie. (Dynamo Dresden)

Die Jugendarbeit in den Vereinen ist aber auch die Basis der Talentförderung, in denen der Bogen vom Breiten- zum Leistungssport gespannt wird. Um Talente optimal zu fördern, werden diese in den DFB anerkannten und zertifizierten Nachwuchsleistungszentren zusammengeführt. Das Anforderungsprofil dieser Leistungszentren umfasst u. a. die Bereitstellung hochwertiger Sportanlagen, die Anstellung hauptamtlicher qualifizierter Trainer, die Gewährleistung ärztlicher und physiotherapeutischer Betreuung sowie die Auflage, mit den Sportbetonten Schulen zu kooperieren. Für die Lizenzvereine ist die Unterhaltung eines solchen Leistungszentrums Pflicht, Vereine der 3. Liga und der Regionalliga können sich fakultativ anerkennen und zertifizieren lassen. In Sachsen führen die Vereine FC Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC, SG Dynamo Dresden und RasenBallsport Leipzig ein solches Leistungszentrum im männlichen Bereich. Darüber hinaus befindet sich das sächsische Landesleistungszentrum für Frauen- und Mädchenfußball in Leipzig.

Vitaly Janelt im DFB-Trikot. (Getty Images)

Die Leistungszentren bilden im Rahmen der DFB-Ausbildungskonzeption Spitzentalente für den deutschen Fußball aus. Dass die sächsischen Leistungszentren und der SFV hier gut aufgestellt sind, wird durch die Vielzahl der Berufungen sächsischer Spieler bzw. bei sächsischen Vereinen aktiver Spieler zu Lehrgängen und Länderspielen der Junioren-Nationalmannschaften des DFB unterstrichen:

·         U15 (Jg. 2001): Oliver Bias, Karl Ferigo, Fabrice Hartmann,
          Frederick Jäkel, Stefan Kiefer, Tom Krauß, Anton Rücker, Larissa
          Schreiber, Max Winter

·         U16 (Jg. 2000): Elias Abouchabaka, Nico Böhmer, Julian Krahl,
          Nicolas-Gerrit Kühn, Kilian Ludewig, Erik Majetschak

·         U17 (Jg. 1999): Renat Dadachov, Ermedin Demirovic,
          Ron-Thorben Hoffmann, Lucas Schmidt, Tim Schüler, Kilian
          Senkbeil, Idrissa Touré

·         U18 (Jg. 1998): Felix Beiersdorf, Dominik Franke, Vitaly Janelt,
          Markus Schubert

·         U19 (Jg. 1997): Joshua Endres, Gino Fechner, Fridolin Wagner

·         U20/U21 (Jg. 1996/1995): Fabian Bredlow, Lukas Klostermann,
          Christian Mauersberger, Sören Reddemann, Davie Selke, Marvin Stefaniak, John-Patrick Strauß

Die Nachwuchsarbeit in Aue und Chemnitz trägt Früchte. (Princ)

Die Lizenzvereine profitieren natürlich auch selbst davon, wenn dem Erwachsenenbereich regelmäßig gut ausgebildete Spieler zugeführt werden, was in den vergangenen Jahren mit den Spielern Alexander Dartsch, Phillip Hauck, Robert Jendrusch und Mario Seidel (FC Erzgebirge Aue), Christian Mauersberger, Florian Hansch und Tom Scheffel (Chemnitzer FC) sowie Dominic Baumann, Robin Fluß, Niklas Hauptmann, Tobias Heppner, Niklas Landgraf, Franz Pfanne und Marvin Stefaniak (SG Dynamo Dresden) gut gelungen ist.

Für die Wettkampfschulung und Entwicklung der Spitzentalente ist die Teilnahme am Spielbetrieb der höchsten Spielklassen, d. h. der Junioren-Bundesliga oder der Junioren-Regionalliga, unabdinglich. Aktuell sind die A- und B-Junioren-Teams von RB Leipzig sowie die B-Junioren von Dynamo Dresden in der Bundesliga aktiv, die übrigen Teams spielen in den Regionalligen.