Verband und Verein im Dialog

Auch in 2020 soll das Format der Vereinsdialoge fortgeführt werden. Erste Station: SG Taucha

Vereinsdialog 2020: Auftakt bei der SG Taucha © Tom Prager

Zum Auftakt führte Taucha-Präsident Achim Teichmann die Teilnehmer-Runde über die Sportstätte der SG Taucha 99 und erläuterte mittelfristig geplante Bauvorhaben zur Verbesserung der sportlichen Infrastruktur. Im warmen Vereinsgebäude angekommen, gehören zu einem Vereinsdialog natürlich auch die Fakten zum Verein. Schwerpunktthema - wie so oft - das Schiedsrichterwesen. Sanktionierungsmaßnahmen bei Schiri-Unterbestand und die Schiedsrichtergewinnung wurden dabei diskutiert. Dass sowohl Landes- als auch Stadtverband in diesem Bereich nicht tatenlos zusehen, konnten die Verbände mit der Vorstellung der Projekte Schiedsrichter-Infoabend und Schiedsrichter-Patensystem deutlich machen.

Zufrieden ist die SG Taucha mit der Entwicklung im Kinderfußball, erklärte SG-Jugendleiter Gunnar Simon. „Wir haben positive Erfahrungen mit der Fair-Play-Liga und den neuen Spielformen in Jugendfußball gemacht und werden auch zukünftig diese Projekte unterstützen.“ Ebenfalls positiv schätzt die SG Taucha die Entwicklung im Trainerwesen ein. Das Projekt DFB Junior-Coach sei ein wichtiger Baustein gewesen, dass jetzt 70 % der Trainerinnen und Trainer über eine Lizenz verfügen.

Mehr Unterstützung wünscht sich der Verein im Bereich Datenschutz. Schulungen dazu bieten vor allem die Stadt- und Kreissportbünde an.

Teilnehmer

SG Taucha 99: Achim Teichmann (Präsident), Michael König (Schatzmeister), Jens Brauer (Abteilungsleiter), Gunnar Simon (Jugendleiter), Lars Saewe (Öffentlichkeitsarbeit), René Beutler (Geschäftsführer)

FVSL Leipzig: Uwe Schlieder (Geschäftsführer), Thomas Schleif (Vereinsberater)

SFV: Hermann Winkler (Präsident), Tom Prager (stellv. GF)

29. Oktober FSV Oppach & SV Concordia Sohland

Den Auftakt bildete der Vereinsdialog in Oppach, bei dem neben den Kreisverbänden Ober- und Westlausitz sogar die Gemeinden mit den Bürgermeistern vertreten waren. Im Fokus stand die Fusion, die beide Vereine zum Spieljahr 2020/2021 anstreben. Dass sich zwei Vereine aus unterschiedlichen Gemeinden und Fußballkreisen zusammenschließen möchten, ist im Sächsischen Fußball-Verband etwas ganz neues. Das Ziel dabei ist, den Fußball in der Region zukunftsfähig auszurichten. Auf diesem Weg können die Vereine auf die Unterstützung aller Akteure zählen. Das wurde beim Vereinsdialog klar formuliert.

5. November SV Barkas Frankenberg 1984

Die Frankenberger nutzten die Gelegenheit, um ihren Verein zunächst vorzustellen. Ein Rundgang über das Vereinsgelände stand dabei genauso auf dem Plan wie die Präsentation der Zahlen und Fakten zum Verein. Potenzial sieht der Verein noch im Bereich der sensibleren und angemesseneren Rechtssprechung der Kreissportgerichte, wünscht sich eine Vereinfachung der Spielordnung auf Kreisverbands-Ebene und sieht Handlungsbedarf hinsichtlich einer kind- und altersgerechten Ausrichtung des Jugendspielbetriebs. Thematisiert wurden außerdem die  Schiedsrichtergewinnung und Futsal. Vorgestellt hat der Verein sein Nachwuchskonzept "Fußball (er)leben", mit dem junge Menschen für den Fußball in Frankenberg begeistert werden.

7. November TSV Kreischa

Beim TSV Kreischa ist ein Infrastrukturausbau in der Planung, der den Verein in den nächsten Jahren fordern wird. Themen waren - wie so oft bei Vereinsdialogen - das Pass- und Spielrecht im Juniorenbereich, die Schiedsrichter- und Übungsleitergewinnung und die Anpassung des Junioren-Spielbetriebs hin zu einer leistungsgerechten Ausrichtung. Tom Prager konnte hier auf das DFB-Projekt "Junior Coach" verweisen, mit dem in Kooperation mit sächsichen Schulen schon viele junge Menschen für eine Trainertätigkeit motiviert werden konnten. KVSOE-Präsident Julian Schiebe stellte sein neues Projekt "Infoabend Schiedsrichter" vor, durch das aktive junge Spielerinnen und Spieler für das Schiedsrichterwesen begeistert werden.

13. November SV Ludwigsdorf 48

Nach einer kurzen Vereinsvorstellung rückte schnell der "Frauen- und Mädchenfußball" in den Fokus, in den der SV Ludwigsdorf viel investiert. Viele Antworten auf die Frage, wie der Frauen- und Mädchenfußball am Standort gehalten werden, liefert der Verein schon selbst und ergreift - zum Teil auch in Kooperation mit anderen Vereinen und dem Kreisverband - viele tolle Maßnahmen. So existiert eine Schul-AG, ein Mädchenfußballtreff, ein Dialogforum Mädchenfußball, ein Tag des Mädchenfußballs und Schnuppertage und Hallenturniere werden angeboten. Dazu wurde auch über Spielgemeinschaften, Vereinskooperationen, der Organisation des Spielbetriebs und dem Pass- und Spielrecht im Juniorinnenbereich gesprochen.

Von Tom Prager/Alexander Rabe