Gemeinsam stark: SFV unterstützt Internationalen Trainerkurs

Erneut geben SFV-Referenten ihr Wissen auf internationaler Ebene weiter.

Die Referenten des SFV.

Unsere SFV-Referenten sind das ganze Jahr bei nationalen und internationalen Qualifizierungslehrgängen im Einsatz. Martin Hammel (1. Reihe rechts ), Andreas Pach (4. Reihe 3. v. rechts), Marcus Danz (4. Reihe 2. v. links) Foto: SFV

Auch 2019 organisiert die Sportwissenschaftliche Fakultät der Universität Leipzig wieder internationale Weiterbildungskurse für Trainer und Sportlehrer. Das Fortbildungsprojekt im Bereich Fußball findet in diesem Jahr in Tansania statt und wird durch Experten des SFV direkt vor Ort begleitet. Mit dem RB Leipzig Spieler Yussuf Poulsen hat das Projekt einen starken Schirmherr an seiner Seite.

Die Internationale Trainerkurse (ITK) haben eine lange Tradition an der Universität in Leipzig. Die Intensivweiterbildungen in Leipzig werden vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert und sollen TrainerInnen und SportlehrerInnen aus Entwicklungs- und Schwellenländern helfen, Sportstrukturen in ihren Heimatländern aufzubauen, ihr angeeignetes Wissen weiterzugeben, Menschen Perspektiven im Sport zu bieten und als Multiplikatoren die olympischen und paraolympischen Werte zu verbreiten.

Durch die Gründung des ITK Botschafterprojektes 2014 kam ein weiterer Baustein hinzu, der die Absolventen des ITK auch in ihren Heimatländern begleitet und unterstützt. Das Projekt in Tansania entstand durch das Engagement von Tuntufye Mwambusi, einem Absolventen des ITK 2017. Die Aktion kann sich unter anderem auf zwei besondere Partner stützen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Yussuf Poulsen und dem Sächsischen Fußball-Verband die stärksten Partner für eine erfolgreiche Umsetzung des Projektes und seine nachhaltige Wirkung gewinnen konnten“, so Daniel Eckert-Lindhammer, Verantwortlicher für die Internationalen Beziehungen der Leipziger Fakultät.

Vielversprechendes Pilotprojekt in Tansania

 

Ab Februar bringen diese sogenannten „ITK Pathfinder Projekte“ gebündeltes Sport Know-How bereits im fünften Jahr in Entwicklungs- und Schwellenkländer. Der Sächsische Fußball-Verband entsendet am 6. Februar die Referenten Andreas Pach und Martin Hammel für sieben Tage nach Dar es Salaam, Tansania. Vor Ort werden sie bis zu 40 FußballtrainerInnen weiterbilden. Hintergrund dieses Pilotprojektes ist der Wunsch nach struktureller und inhaltlicher Unterstützung vor Ort durch die Experten aus Sachsen. „Es geht vor allem darum, eine Art roten Leitfaden aufzuzeigen, wie man mit Kindern Fußball spielen und trainieren könnte“, fasst Marcus Danz, Vorsitzender des SFV-Qualifizierungsausschusses, zusammen. „Auf dem Plan stehen Themen wie der langfristige Leistungsaufbau, Grundlagen der koordinativen Entwicklung, aber auch Schulbesuche mit Praxisanwendungen und Feedbackrunden.“  

Für ein ähnliches Projekt des ITK war Andreas Pach, einer der Referenten, bereits im letzten Jahr in Kasachstan unterwegs, wie er in einem kurzen Gespräch erzählt. Für die Referenten sind Projekte dieser Art sicherlich nichts Alltägliches: „Schon Kasachstan war etwas sehr besonders und Tansania wird, glaube ich, noch mehr als außergewöhnlich werden“, resümiert Pach. Die gesammelten Erfahrungen aus Tansania werden die Experten des SFV vor allem auch nutzen, um entsprechend Folgeprojekte anzustoßen und die Zusammenarbeit in den bereits bestehenden Kooperationen weiter auszubauen.

Neben dem Fußball-Projekt in Tansania organisiert die Sportwissenschaftliche Fakultät  „ITK Pathfinder Projekte“ auch in anderen Sportarten und Ländern. So sind ebenfalls Weiterbildungskurse vor Ort im Bereich Handball (Porto-Novo, Benin) und in der Leichtathletik (Puebla und Veracruz, Mexiko) in diesem Jahr angesetzt.

[Luise Böttger]