"Nicht über, sondern mit der Jugend sprechen"

Sechzehn Jugendliche aus ganz Sachsen kamen am Wochenende zur Pilotveranstaltung für Führungsspieler/-innen mit sehr interessanten Einblicken in Leipzig zusammen.

Der Teilnehmerpool bei der Pilotveranstaltung Führungsspielertreff 2018.

Den Teilnehmern wurde anschaulich das hochmoderne Trainingszentrum von RB Leipzig vorgestellt.

Erstmalig richtete der SFV mit seinem Jugend- und Qualifizierungsausschuss einen Lehrgang für Führungsspieler und -spielerinnen aus. Ziel der Veranstaltung war es - entsprechend dem Motto: "Nicht über, sondern mit der Jugend sprechen" - im Dialog mit den Spielern und Spielerinnen, die auf dem Platz bereits vorangehen, herauszufinden, aus welcher Motivation heraus sie Fußballspielen und welche Aspekte rund um den Jugendsport sie kritisch betrachten. Darüber hinaus war das Wochende auch dazu gedacht, die Jugendlichen in ihrer persönlichen Entwicklung voranzubringen. So gab es auch ein Seminar zum Thema Konfliktmanagement und Kommunikation im Team, in dem die Spieler und Spielerinnen sehr praxisnah den Umgang mit zwischenmenschlichen Konflikten lernten und Strategien zur Konfliktbewältigung erarbeiteten.

Das Highlight am Samstag war der Besuch des Trainingszentrums der Roten Bullen am Cottaweg. In einer ca. 1,5-stündigen Führung durch die Akademie erhielten die Seminarteilnehmer/-innen einen tiefen Einblick in den Trainingskomplex und die Abläufe im Alltag eines Nachwuchsleistungssportlers bei RB. Die sportliche Betätigung sollte auch nicht zu kurz kommen. Eine Futsal-Einheit am Abend und Frühsport am Sonntagmorgen sorgten für eine gewisse Ausgeglichenheit der Teilnehmer im Seminar. 

Neben jeder Menge Informationen rund um die Sportstrukturen und die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten im Fußball wurden in einem Dialog mit Schiedsrichter Christopher Fiebig eine Reihe von kritischen Spielszenen gemeinsam besprochen, um ein besseres Verständnis für die Entscheidungen der Schiedsrichter zu schaffen. Am Sonntagmittag wurden die Teilnehmer verabschiedet und traten nach zwei erlebnisreichen Tagen die Heimreise an. 

Text: René Schober

Fotos: Jens Vöckler