Bei insgesamt 1,284 Millionen abgeschlossenen Spielberichten zeigten sich nur leichte Veränderungen. Während die Zahl der Partien mit gemeldeten Gewalt- oder Diskriminierungsvorfällen zum dritten Mal in Folge zurückging (auf 5450), wurden geringfügig mehr Spiele abgebrochen (842 nach 825 im Jahr zuvor). Damit wurde bei 0,42 Prozent aller Spiele mit abgeschlossenem Spielbericht ein Vorkommnis gemeldet und 0,07 Prozent Prozent abgebrochen.
Sachsen unter Bundesschnitt
Bei 46.327 Spielen mit elektronischen Spielbericht wurden im Freistaat in der letzten Saison 8 Spiele abgebrochen. Das entspricht einem prozentualem Anteil von 0,02 Prozent. Damit bewegt sich Sachsen seit vielen Jahren auf einem konstanten Niveau. Im Herrenbereich mussten sieben Spiele abgebrochen werden, im Jugendbereich eins und im Frauen- & Mädchenbereich keins. Bei insgesamt 124 Spielen wurde ein Gewalt- oder Diskriminierungsvorfall gemeldet. Als Geschädigte werden am häufigsten Spielerinnen/Spieler genannt, gefolgt von Schiedsrichterinnen/Schiedsrichtern. Damit sind die Zahlen leicht rückläufig.
Bundesweites Lagebild "Anstrengungen in Präventionsarbeit intensivieren"
Bei 3386 Partien wurde über die elektronischen Spielberichte mindestens ein Gewaltvorfall gemeldet. Das entspricht einem Anteil von 0,26 Prozent an allen Begegnungen mit abgeschlossenem Spielbericht (Vorsaison: 0,27 Prozent). Auch die Zahl der Partien mit mindestens einem gemeldeten Diskriminierungsvorfall ging minimal zurück von insgesamt 2398 (Anteil Vorsaison: 0,19 Prozent) auf 2315 (0,18 Prozent). Die Bandbreite der gemeldeten Vorfälle reicht von Bedrohungen bis hin zu körperlichen Übergriffen.
Ronny Zimmermann, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: “Insgesamt zeigen die aktuellen Zahlen ein ähnliches Bild wie im Vorjahr. Der leichte Anstieg bei den Spielabbrüchen zeigt, dass es keinen Anlass gibt, sich mit der grundsätzlich positiven Entwicklung der vergangenen Jahre zufriedenzugeben. Ein Spielabbruch ist ein gravierendes Ereignis. Signifikante Einzelfälle prägen die Geschädigten nachhaltig und haben darüber hinaus maßgeblichen Einfluss auf die allgemeine öffentliche Wahrnehmung. Deshalb müssen wir alle im Fußball unsere Anstrengungen, insbesondere in der Präventionsarbeit, weiter intensivieren, um einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern. Gleichzeitig arbeiten wir daran, die Datenqualität des Lagebilds weiter zu verbessern. Daher rufen wir alle Beteiligten ausdrücklich auf, Vorfälle von Gewalt und Diskriminierung konsequent zu melden.“





