Nachwuchsschiris in Köln

Sachsens Nachwuchsschiedsrichterinnen beim DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln.

Nachwuchsschiedsrichterinnen beim DFB-Pokalfinale in Köln © SFV

Schiedsrichterin Marie Gottschalk berichtet

Am 14. Mai 2026 durfte ich gemeinsam mit den sächsischen Schiedsrichterinnen Julia Päßler und Lydia Barsch eine ganz besondere Erfahrung rund um das DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln sammeln. Begleitet wurden wir von unserer Frauenverantwortlichen und Betreuerin Christine Weigelt, die uns während des gesamten Tages unterstützte und betreute.

Der Tag begann am Morgen auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADIONs. Dort leiteten wir gemeinsam mit zahlreichen weiteren Nachwuchsschiedsrichterinnen aus verschiedenen Landesverbänden Spiele der D- und C-Juniorinnen. Jedes Spielfeld wurde dabei von einer Schiedsrichterin oder Assistentin aus der 1. und 2. Frauen-Bundesliga betreut. Durch ihre Unterstützung erhielten wir viele wertvolle Tipps für unsere Spielleitungen und konnten wichtige Erfahrungen für unsere weitere Entwicklung als Schiedsrichterinnen sammeln.

Im Finale trafen der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München aufeinander. Geleitet wurde die Partie von der sächsischen Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer, die damit ihr erstes DFB-Pokalfinale der Frauen pfiff. Unterstützt wurde sie von ihren Assistentinnen Anne Uersfeld und Simone Jakob (SFV). Davina Lutz war als Vierte Offizielle im Einsatz, während Katrin Rafalski und Dr. Riem Hussein das VAR-Team bildeten.

Vor einer beeindruckenden Kulisse entwickelte sich ein spannendes und emotionales Spiel. Besonders für Alexandra Popp war die Partie von großer Bedeutung, da sie nach 14 Jahren ihr letztes Spiel für den VfL Wolfsburg bestritt. Der FC Bayern München setzte sich am Ende mit 4:0 durch und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.

Für uns war dieser Tag eine einzigartige Erfahrung. Neben den praktischen Einsätzen auf den Sportplätzen konnten wir die Arbeit eines Schiedsrichterteams hautnah erleben und viele Eindrücke für uns mitnehmen. Besonders die Gespräche mit den erfahrenen Schiedsrichterinnen, die tolle Atmosphäre und das Miteinander mit den Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland werden uns lange in Erinnerung bleiben.

Unser besonderer Dank gilt Christine für die hervorragende Betreuung sowie allen Organisatorinnen und Organisatoren, die diesen besonderen Tag ermöglicht haben. Es war ein erlebnisreicher Tag voller neuer Eindrücke, Freude und wertvoller Erfahrungen.


Dickes Ausrufezeichen unserer sächsischen Schiris
Der DFB veröffentlichte die neuen Kader der 1. – 3. Liga. Die SFV-Referees wurden hier direkt 3x namentlich erwähnt. 

Äußerst erfreulich ist der Aufstieg des 28-jährigen Schiris Richard Hempel in Deutschlands höchste Spielklasse. Der SFV hat damit endlich wieder einen Bundesliga-Schiedsrichter. Richard pfeift für die SG Großnaundorf aus der Westlausitz und ist seit 2010 Schiedsrichter.

Ein weiterer großer Erfolg ist der Aufstieg für unsere Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer. Franzi hat in der vergangenen Regionalliga-Saison performt und konnte somit den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. Eine hervorragende Saison wurde mit dem DFB-Pokalfinale der Frauen und mit dem SFV-Pokalfinale abgerundet. Franziska pfeift für den Leipziger Verein SSV Markranstädt und ist seit 2005 Schiedsrichterin.

Ebenfalls in die 3. Liga aufgestiegen ist der erst 23-jährige Max Kluge. Max war schon als Assistent in der 3. Liga im Einsatz. Nun konnte auch er in der Regionalliga sehr überzeugen und den Aufstieg schaffen. Max pfeift für den mittelsächsischen Verein TSV Falkenau und ist seit 2015 Schiedsrichter.

Wir gratulieren allen Aufsteigern recht herzlich und wünschen viel Erfolg!

Von Marie Gottschalk/Max Pfannschmidt