Steinborn schießt Lok ins Halbfinale

Es war ein enges Spiel, es war ein umkämpftes Spiel, es war ein interessantes Spiel mit dem besseren Ende für die Gäste.

Grenzenloser Jubel nach dem erlösenden 1:0 durch Matthias Steinborn in der 75. Minute.

Als neutraler Zuschauer konnte man beim Leipziger Stadtderby zwischen der BSG und Lok keinen Klassenunterschied ausmachen. Zwar hatte Lok die etwas reifere Spielanlage und war um Ballbesitzt bemüht, doch die Chemiker machten das mit viel Einsatz wieder wett. Gefahr vor den Toren entwickelte sich wenn überhaupt nur sporadisch nach Standardsituationen. 0:0 zur Pause.

Wirklich los ging es dann erst zu Beginn der zweiten Hälfte, in der Chemie den besseren Start erwischte. Nach einer Ecke stieg Stefan Karau hoch und zwang Kirsten zu einer Glanzparade. Der Lok-Keeper musste sich strecken und atmete auch bei der anschließenden Ecke durch. Denn die Direktabnahme von Druschky zischte knapp vorbei. Auch die Gäste ackerten sich immer wieder in den Strafraum, scheiterten aber entweder an der dicht gestaffelten Chemiker-Defensive, oder an Latendresse-Levesque. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff gelang dann aber die entscheidende Aktion. Pascal Pannier setzte sich auf der linken Seite durch und brachte die Kugel da hin, wo sich Matthias Steinborn am wohlsten fühlt. In den Strafraum. Der Goalgetter hielt die rechte Außenseite ran und Chemie-Keeper Levesque bekam die Arme nicht schnell genug hoch. Dass die Anspannung bei der Lokschen hoch war, zeigte auch der befreiende Jubel. Die Gastgeber schmissen in den letzten Minuten nochmal alles nach vorn, brachten die Lok-Defensive aber nicht mehr großartig in Gefahr. Der Favorit aus der Regionalliga hat sich also am Ende auch ohne seine Fans durchgesetzt.

Das Schiedsrichtergespann um Stefan Herde hat das hitzige Derby zu jeder Zeit im Griff gehabt und eine tadellose Leistung hingelegt.

Halbfinalauslosung in der Halbzeitpause...

...ist erstmal ins Wasser gefallen. Als die Kugeln in der Trommel auf die warmen Hände von Hermann Winkler warteten, ging dem MDR-Übertragungswagen der Saft aus. Die Auslosung musste also auf den Schlusspfiff warten. Da ging es dann aber flott und SFV-Präsident Hermann Winkler zog folgende Partien:

1. Chemnitzer FC - 1. FC Lokomotive Leipzig
2. FSV Budissa Bautzen - FSV Zwickau

Außerdem wurde auch noch die Entscheidung über das Heimrecht im Finale ausgelost. Falls die Budissen gegen den FSV gewinnen sollten, findet das Endspiel am 25. Mai 2019 in Bautzen statt. Die Westsachsen haben in jedem Fall ein Spiel auf fremden Platz.

[arab]