Sächsische Landesmeister geehrt | Kooperation LSB & SFV

Beim zweiten SFV-Sommerempfang am Freitagnachmittag bekamen die etwa 280 Gäste einiges geboten. Neben der Auszeichnung aller sächsischen Landesmeister und der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landessportbund Sachsen und dem SFV, stand vor allem das Schiedsrichterwesen im thematischen Fokus.

Mit der Ehrung der sächsischen Landesmeister wurde der zweite SFV-Sommerempfang eröffnet. Foto: Picture Point

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich etwa 280 Gäste aus Politik, Sport und Wirtschaft auf dem Gelände der "Sportschule Egidius Braun" zum zweiten SFV-Sommerempfang. Zu Beginn des offiziellen Teils, an dem mit Michael Kretschmer nicht nur der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen teilnahm, sondern sich mit Joachim Streich und Henning Frenzel auch bekannte Fußballgrößen unter die Gäste mischten, nahm der Gastgeber und Präsident des SFV Hermann Winkler gemeinsam mit Geschäftsführer Markus Bienert die Auszeichnung der diesjährigen sächsischen Landesmeister höchstpersönlich in die Hand.

Durch die Podiumsdiskussion mit DFB-Vize Rainer Koch, Spitzenschiedsrichter Bastian Dankert, dem aktuell besten sächsisischen Referee Alexander Sather und FIFA-Schiedsrichterin Anja Kunick führte Moderator Marc Huster. Die Talkgäste gewährten den Zuhörern dabei interessante Einblicke in das Schiedsrichterwesen und plauderten über ihre Erfahrungen bei großen Turnieren, den Videoschiedsrichter und den Karriereweg für Schiedsrichter.

Wie wichtig der Fußball für Sachsen ist, betonte Ministerpräsident Michael Kretschmer und gab einen Einblick in die Zukunftsplanungen des Freistaates in Sachen Sport:

„Der Fußball in Sachsen ist so erfolgreich wie lange nicht und ich bin mir sicher, dass sich diese Erfolgsgeschichte fortsetzen wird – auch durch die hervorragende Arbeit in den Vereinen und Verbänden. Zum Erfolg gehört auch, dass wir gemeinsam weiter dafür sorgen, dass beim Fußball auch der Sport im Mittelpunkt steht. Der Sächsische Fußball-Verband ist dabei ein wichtiger Partner für die Staatsregierung. Und wir bleiben ein verlässlicher Partner des Sports. Die Staatsregierung plant deshalb die Förderung des Breiten- und Leistungssports im kommenden Jahr auf rund 56 Millionen Euro zu erhöhen. Denn Sport stiftet Zusammenhalt, belebt Städte und Dörfer und bietet gerade jungen Menschen eine tolle Perspektive.“ 

Landessportbund Sachsen und Sächsischer Fußball-Verband gemeinsam für Kinderschutz und Demokratie

Außerdem wurde der Rahmen des Sommerempfangs auch für die Unterzeichnung einer wichtigen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Landessportbund Sachsen und dem Sächsischen Fußball-Verband genutzt. Unter den Augen führender Politiker und Merbitz besiegelten die beiden Verbandspräsidenten Ulrich Franzen und Hermann Winkler die neue, erweiterte Zusammenarbeit bei Themen rund um den Kinderschutz und Demokratie. Die vorerst bis Ende 2019 geltenden Vereinbarungen soll den Kinderschutz gewährleistung und den Einsatz gegen jede Form von Sexismus und Diskriminierung in sächsischen Fußballvereinen stärken.

Ulrich Franzen, fasst zusammen: „Gerade bei so gesellschaftspolitisch bedeutsamen Themen freuen wir uns, mit unserem größten Fachverband zu kooperieren.“„Wir werden dem Sächsischen Fußball-Verband und den in ihm organisierten Vereinen in Zukunft verstärkt mit Weiterbildungsangeboten und Hilfestellungen in Sachen Prävention zur Seite stehen. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung wollen wir aber natürlich auch im Interventionsfall Unterstützung leisten“, erklärt LSB-Generalsekretär Christian Dahms.

Auch SFV-Präsident Hermann Winkler begrüßt die Zusammenarbeit ausdrücklich und unterstreicht die Richtung seines Verbandes:

„Inhalte des Kinderschutzes sowie der Kampf gegen Sexismus sollen fest in die Trainerausbildung aufgenommen und auch bei Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche vermittelt werden. Insgesamt wollen wir sowohl präventiv arbeiten als auch Verhaltensweisen sanktionieren, die gegen unsere Grundsätze verstoßen“, so SFV-Präsident Hermann Winkler.

Im Rahmen der zweiten Kooperationsvereinbarung stehen die Stärkung demokratischer Strukturen und die Bekämpfung von Rechtsextremismus im organisierten Sport in Sachsen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem LSB-Projekt „Im Sport verein(t) für Demokratie“, soll sich gemeinsam aktiv gegen jede Form der Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen eingesetzt werden - sei es wegen ihrer Nationalität, sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres Geschlechts.