CFC erfüllt Pflichtaufgabe

Mit 4:0 setzt sich der Chemnitzer FC beim Siebtligist SSV Markranstädt durch und zieht als dritte Mannschaft ins Halbfinale ein | Halbfinale ausgelost

Leicht machte es der SSV Markranstädt dem Chemnitzer FC nicht, musste sich am Ende aber trotzdem 0:4 geschlagen geben. © Picture Point/Gabor Krieg

Leicht machte es der SSV Markranstädt dem Chemnitzer FC nicht, musste sich am Ende aber trotzdem 0:4 geschlagen geben. © Picture Point/Gabor Krieg

SSV Markranstädt - Chemnitzer FC 0:4

Der Titelverteidiger aus Chemnitz hat im dritten Viertelfinale die Pflichtaufgabe in Markranstädt erfüllt. Dabei tat sich der Drittligist besonders in der 1. Hälfte schwer, agierte ideenlos und biss sich an den gut organiserten Markranstädtern die Zähne aus. Erst 10 Minuten vor dem Pausentee kamen die Himmelblauen mit einem guten Angriff zur 1:0-Führung. Am Ende war es zwar ein Markranstädter, der die Kugel unglücklich über die Linie drückte, Philipp Hosiner wäre nach der Vorarbeit von Campulka allerdings auch einschussbereit gewesen. In der zweiten Halbzeit baute der Favorit durch Awuku (54. | 86.) und Hosiner (83.) das Ergebnis noch auf ein standesgemäßes 4:0 aus.

+++ Die Tore im Video +++

In der Halbzeitpause losten Pokalleiter Ulrich Günther, Volkmar Beier (Vorsitzender SFV-Spielausschuss) und Losfee Heike Helbig von der Stadtverwaltung Markranstädt die Halbfinalbegegnungen aus. Angesetzt ist die Runde der letzten 4 auf den 28./29. März 2020.

Halbfinale 1: FC International Leipzig - Chemnitzer FC
Halbfinale 2: Sieger LSV Neustadt/Spree/FC Eilenburg - 1. FC Lokomotive Leipzig

Vorsorglich musste das Heimrecht für das Finale gelost werden, da nach aktueller Konstellation zwei Oberligisten im Endspiel aufeinandertreffen können. Der Sieger aus Halbfinale 2 hätte dann das Finale auf eigenem Platz.  

FC International Leipzig - FSV Zwickau 2:1

Der FC International Leipzig zeigte im Viertelfinale um den Wernesgrüner Sachsenpokal gegen den FSV Zwickau eine ganz starke Leistung und ging sogar mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Dem Drittligisten fiel gegen die gut organisierten und diszipliniert agierenden Leipziger wenig ein. Nur über Standardsituationen kamen die Westsachsen zu Möglichkeiten, die aber eher harmlos blieben. Auch die Eingaben aus dem Halbfeld klärte die Inter-Defensive ohne Schwierigkeiten. Die Gastgeber machten es deutlich besser und wussten die vielen Ballverluste immer wieder zu nutzen. Schnell schaltete der Oberligist um und stellte die Zwickauer immer wieder vor Probleme. In der 26. Minute wurde Misaki super in Szene gesetzt und FSV-Keeper Brinkies rettete in höchster Not. Machtlos war der Schlussmann gut 10 Minute später. Gedankenschnell kombinierte Inter Dong-Min Kim frei, der von der Strafraumkante super vollendete. Eine verdiente Führung für den Oberligisten.

Joe Enochs fand in der Pause offensichtlich die richtigen Worte und der FSV drückte mit Beginn der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Inter-Keeper Mvogo bekam immer mehr zu tun. Inter setzte weiter auf Konter und hatte in der 56. eine Riesenchance. Zunächst war es wieder Brinkies, der den Einschlag verhinderte, anschließend kratzte Frick die Kugel von der Linie. Drei Minuten später brachte der FSV dann auch was Zählbares zustande. Mvogo konnte gegen Wegkamp noch klären, war gegen den Nachschuss von Jäpel aber machtlos. In dieser Phase bekamen die Westsachsen die Begegnung besser in den Griff und schnürten Inter ein. Eine Ecke stellte das Spiel aber wieder auf den Kopf. Til Linus Schwarz schraubte sich nach oben, köpfte zur erneuten Führung ein und schockte den Drittligisten damit sichtlich. Zwickau bekam nichts mehr auf den Rasen und versuchte es in einer dramatischen Schlussphase mit der Brechstange. Selbst Johannes Brinkies besetzte in den letzten Minuten durchgehend den Inter-Strafraum. Doch die Inter-Defensive schmiss sich in alle Bälle und Keeper Leonnel Mballa Mvogo hielt alles, was es zu halten gab. Erstmals in der Vereinsgeschichte steht der FC International Leipzig im Halbfinale um den Wernesgrüner Sachsenpokal und das völlig verdient.

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VFC Plauen - 1. FC Lokomotive Leipzig 0:1

Vor knapp 1.450 Zuschauern und typisch vogtländischem Wetter reicht dem 1. FC Lokomotive Leipzig ein frühes Tor durch Djamal Ziane (9.) für den Einzug ins Halbfinale. Der Regionalligist aus Leipzig übernahm von Beginn an die Initiative und kam in der ersten Hälfte zu guten Chancen. Dass die Loksche davon nur eine nutzte, ließ die Partie lange offen. Selbst der Platzverweis für Kyriakos Andreopoulos (38.) brachte den VFC Plauen nicht gänzlich aus dem Konzept. In Unterzahl blieben dem Oberligisten allerdings wenig Mittel, um den Favoriten in Verlegenheit zu bringen.Trotzdem erstaunlich, wie aufopferungsvoll die Vogtländer den tiefen Boden beackerten und kein weiteres Gegentor kassierten. 10 Minuten vor dem Ende stellte Schiri Biastoch wieder gleiche Verhältnisse her, als er Paul Schinke nach seiner zweiten Verwarnung zum Duschen schicken musste. Und fast hätten sich die Plauener noch in die Verlängerung gerettet. In der Schlussminute mobilisierten die Vogtländer nochmal alle Kräfte und kamen über die linke Seite zur besten Chance des Spiels. Eine perfekte Flanke fand den Kopf vom völlig freistehenden Lucas Albert, der die Kugel aber aus zentraler Position nicht platzieren konnte und in die Arme von Schötterl köpfte.

+++ Das Tor im Video +++


FSV Krostitz - Chemnitzer FC 0:4

Ja, der Titelverteidiger hat die Pflichtaufgabe erfüllt. Ja, es war mit einem 4;0 auch ein ungefährdeter Sieg für den Drittligisten. Ja, die Himmelblauen ließen noch einige Bretter liegen.  Was der FSV Krostitz als Siebtligist aber auf den Platz brachte, kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Mit Disziplin, Geschlossenheit und Herz kämpften die Krostitzer um jeden Zentimeter und machten es damit dem CFC phasenweise auch ziemlich schwer. Erst 10 Minuten vor dem Pausenpfiff knackte der CFC den Abwehrriegel (Matti Langer, 34.), und das auch nur aufgrund einer missglückten Faustabwehr vom FSV-Keeper. Tim Campulka (36., 44.) und Dejan Bozic sorgten für die weiteren CFC-Treffer.

+++ Stimmen und Video zum Spiel +++

FC Eilenburg - BSG Chemie Leipzig 1:0

Der FC Eilenburg schlägt im Ilburgstadion zu Eilenburg die favorisierte BSG Chemie Leipzig mit 1:0 und trifft im Viertelfinale auf den Landesligisten LSV Neustadt/Spree. Die Anfangsphase gehörte dem Regionalligisten aus Leipzig, der seine Offensive hin und wieder im Strafraum einsetzte aber entweder an der eigenen Ungenauigkeit oder am Eilenburger-Keeper Andreas Naumann scheiterte. Die knapp 800 Zuschauer sahen eine intensive erste Hälfte, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Auch die Gastgeber konnten sich mit ordentlichen Kombinationen immer wieder Luft verschaffen und die Chemie-Defensive vor Probleme stellen. Auch in der zweiten Halbzeit agierten beide Mannschaften mit offenem Visier. Chemie lief an, hatte beste Einschusschancen, ließ aber alle ungenutzt. Die offensive Gangart der Gäste eröffnete dem Oberligisten immer wieder Räume, die die Mannschaft von Nico Knaubel auch zu nutzen wusste. Und dann ist es eben manchmal eine einzige Aktion, die so ein Spiel entscheidet. Als die Mannschaftsbetreuer bereits die Wasserflaschen für die Verlängerung füllten, traf Ex-Chemiker Tim Bunge von der Strafraumkante ins lange Eck und versetzte seinen alten Kollegen den Lucky Punch und Eilenburg in Jubelstürme.

+++ Das Tor im Video +++

FC Oberlausitz Neugersdorf - FSV Zwickau 1:4

Zu Beginn schockte der FCO den klaren Favoriten aus Zwickau mit der 1:0-Führung durch Kevin Bönisch (6.). Doch der Schock hielt nicht lange an und der FSV agierte anschließend sehr konzentriert und drehte das Spiel bereits in der ersten Halbzeit. Elias Paul Huth (12.), Leon Jensen (24.) und Fabio Viteritti (33.) brachten den Drittligisten von Coach Joe Enochs auf Kurs. Den Schlusspunkt setzte Marius Hauptmann (74.) mit dem 4:1. Für die Westsachsen geht es bereits am kommenden Mittwoch (20. November 2019) in Leipzig weiter. Im Viertelfinale wartet der FC International Leipzig.

+++ Die Tore im Video +++

VfB Weißwasser 1909 - SSV Markranstädt 0:2

Im landesklasseinternen Duell zwischen dem VfB Weißwasser und dem SSV Markranstädt setzte sich der Spitzenreiter der LVZ Post Landesklasse Nord mit 2:0 durch trifft im Viertelfinale auf den Sieger aus Krostitz und Chemnitz. Für die Treffer sorgten Jonathan Karl Barth (70.) und Luis Freigang (76.).

+++ Ergebnisse/Liveticker +++.

Termine Viertelfinale:

Noch ohne Termin
LSV Neustadt/Spree - FC Eilenburg
Auslosung Halbfinale

Rückblick

Es war kein Leckerbissen, den die beiden Regionalligisten Bischofswerdaer FV und Lok Leipzig ablieferten, spannend war es aber allemal. Der Favorit aus Leipzig setzte sich schließlich mit 1:0 (Steinborn, 55.) durch, tat sich aber über weite Streken der Partie schwer, gegen die gut organisierte Schiebocker Defensive für Torgefahr zu sorgen. Die Gastgeber riskierten erst nach dem Gegentreffer mehr, verpassten am Ende aber trotzdem die Revanche für die Niederlage in der Liga. Souverän mit 4:0 zog der FC International Leipzig gegen den VfB Zwenkau 02 in die nächste Runde ein. Schon früh (Mertes, 6.) musste der Landesklassen-Vertreter das erste Gegentor einstecken, was den Matchplan vermutlich zunichte machte. In der 2. Hälfte machte der Oberligist den Deckel drauf. Auch der LSV Neustadt/Spree gehört nach dem 3:1-Erfolg bei der SG Dresden Striesen zu den letzten 8 Mannschaften im Wettbewerb. Schon in der ersten Halbzeit klärte der Sachsenligist die Fronten und führte 3:0. Einen echten Krimi lieferten sich die SG Taucha und der VFC Plauen. Der aktuelle Tabellenzehnte der Sachsenliga stellte den Oberligisten aus Plauen vor eine große Aufgabe und schaffte es bis in die Verlängerung. Bis zum Elfmeterschießen fehlten sogar nur noch wenige Sekunden, doch Marc Schröder (119.) hatte was dagegen und schoss den VFC dann doch noch ins Viertelfinale.

Im Nachholspiel der 3. Runde setzte sich überraschend der VfB Weißwasser mit 2:1 gegen den SV Germania Mittweida durch und trifft nun auf auf eigenem Platz auf den SSV Markranstädt.

Von Alexander Rabe