Beachsoccer

Trendsport mit Strandfeeling

Schöner kann Fußball nicht sein: Fallrückzieher, Lupfer und die Direktabnahmen am Fließband - beim Beachsoccer geht’s spektakulär zu. Inzwischen ein echter Trendsport steigt auch im küstenfreien Sachsen die Beliebtheit dieser attraktiven Art des Fußballs immer mehr.

Mit dem zweifachen Deutschen Beachsoccer-Meister BST Chemnitz in seinen Reihen, will der Sächsische Fußball-Verband diese positive Entwicklung weiter vorantreiben und veranstaltet seit 2014 mit dem SFV Beachsoccer Cup eine offizielle Landesmeisterschaft mit Strandfeeling.

Kicken im Sand

Grundsätzlich gibt es große Unterschiede zwischen Rasen- und Strandfußball. Zum Kicken auf Sand benötigt der Laie nicht viel: Vier Mitspieler, ein Spielfeld und das gegnerische Team. „Für die ersten Gehversuche benötigt man nicht zwingend ein Originalfeld, sondern kann die zahlreichen Beach-Volleyballfelder nutzen“, sagt der Trainer der deutschen Beachsoccer Nationalauswahl, Nils Böringschulte. Ein Spiel dauert nach FIFA-Regeln 3 x 12 Minuten. Es wird barfuß und ohne Schienbeinschoner gespielt. Dadurch gibt es weitaus weniger Körperkontakt als beim herkömmlichen Fußball. Zwei Schiedsrichter sorgen bei offiziellen Spielen dafür, dass auf dem engen Spielfeld (35 x 26m) nicht zu körperbetont agiert wird.

Die Unterschiede betreffen nicht nur das Regelwerk. Der Untergrund ist schwerer bespielbar und unberechenbar. Da der Ball oft in der Luft ist, kommt es vor allem auf die Technik an. Fallrückzieher, Lupfer und Direktabnahmen sind fester Bestandteil. Freistöße werden immer direkt ausgeführt, eine Mauer gibt es nicht.

Es geht also hin und her. Auch dem Torwart werden beim Beachsoccer neue Aufgaben zuteil: Er fungiert als Spielmacher und verteilt die Bälle auf seine Mitspieler. Ein geeignetes Mittel zum Erfolg sind lange Abwürfe, da der Torwart auch Rückpässe mit der Hand aufnehmen darf.

Deutsche Beachsoccer-Meisterschaft

Die Qualifikation zur Deutschen Beachsoccer-Meisterschaft erfolgt über die Deutsche Beachsoccer Liga (Bundesliga). Die ersten vier Teams lösen das Ticket für das Endrundenturnier in Warnemünde. Mit SandBall Leipzig startet ein sächsisches Team in der Deutschen Beachsoccer Liga.

Der Sieger des SFV Beachsoccer Cups qualifiziert sich für die Regionalmeisterschaft Ost und spielt dort um die Teilnahme an der Deutschen Beachsoccer Tour - der Amateurwettbewerb im Beachsoccer - die auch im Rahmen des Finalwochenendes ausgetragen wird.

Die Rostocker Robben sind aktueller Deutscher Beachsoccer Meister.