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Die Geschichte des Sächsischen Fußball-Verbandes ist nicht gleichzusetzen mit der Geschichte des Fußballs in Sachsen. Als der SFV am 06.10.1990 in Chemnitz gegründet wurde, blickte der Freistaat bereits auf eine lange Fußballtradition zurück.

Anfangs noch relativ unorganisiert, gab es in den Jahren 1933 bis 1945 im Gau Sachsen bereits einen geregelten Spielbetrieb (Gauliga Sachsen) mit den dazugehörigen Strukturen bestehend aus Bezirksverbänden und Kreisen. Die Vereine spielten unter dem Dach des „Verbandes Mitteldeutscher Ballspielvereine“ (VMBV), welcher in etwa die heutige Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen umfasste. In diesem Verband war der Fußball in Gauen vereinigt, z.B. Gau „Nordwest Sachsen“, was dem späteren Bezirk Leipzig entsprach.

Parallel zum organisierten Fußball gab es in Sachsen Verbände wie den „Arbeiterturn- und Sportbund“, die „Deutsche Turnerschaft“ und der „Kampfgemeinschaft Rote Sporteinheit“, in denen Fußball sowie andere Sportarten betrieben wurden. Parallel zum organisierten Fußball gab es in Sachsen Verbände wie den „Arbeiterturn- und Sportbund“, die „Deutsche Turnerschaft“ und der „Kampfgemeinschaft Rote Sporteinheit“, in denen Fußball sowie andere Sportarten betrieben wurden.

In Gedenken an Julius Hirsch (Getty Images).

Vervollständigt wurde die Fußball-Bewegung durch die „Arbeitsgemeinschaft für Behörden- und Firmensport“, die in Leipzig stark vertreten war, und Verbände mit religiösem Hintergrund. Die „Deutsche Jugendkraft“ (Sport für die katholische Jugend), der in Sachsen allerdings nur wenige Vereine angehörten, ebenso wie der „Verband Ehrenkranz“ für die evangelische Jugend. Weiterhin gab es Verbände für Mitbürger jüdischen Glaubens wie zum Beispiel Maccabi, Schild oder Bar Kochba. Jüdische Vereine nahmen auch in anderen Verbänden am Spielbetrieb teil. Der leidvolle Weg dieser Vereine und deren Mitglieder nach 1933 bleiben speziellen Untersuchungen vorbehalten. Seit 2005 gedenkt der Deutsche Fußball-Bund mit der Verleihung des „Julius Hirsch Preises“ an alle verfolgten Menschen, für die der Fußball Freude, Aufgabe und Heimat war.

Bei großzügiger Betrachtung  gab es von 1945 bis 1952 eine ähnliche Gestaltung mit der Sparte Fußball im Landessportausschuss Sachsens.

Für den Sächsischen Fußball-Verband gab es keinen unmittelbaren Vorgängerverband aus der DDR, da eine andere regionale Struktur bestand. Die Fläche Sachsens bildete sich aus den Bezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Die Historie des Verbandes gliedert sich in folgende Bereiche:

  1. Vorbereitung der SFV-Gründung 1989 - 1990
  2. Von der Gründung bis zur Gegenwart
  3. Die Entwicklung der Sportschule "Egidius Braun"
  4. Zahlen, Daten und Tabellen des Spielbetriebs auf Landesebene

Es ist vorgesehen, weitere Ergebnisse im Rahmen dieser Vorgaben nach und nach auf dieser Website durch die AG Verbandsgeschichte zu erweitern.