"Unser Weg" - Neues DFB-Ausbildungskonzept

Markus Hirte, Chef der Talentförderung beim DFB, stellte am 4. August 2017 in Chemnitz das neue Ausbildungskonzept des DFB vor.

Der Tagungsraum des Chemnitzer Sportgymnasiums war bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Berger

Seit 15 Jahren ist die Talentförderung des Deutschen Fußballbundes ein echtes Erfolgsmodell. Nicht nur der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien ist auf die akribische und umfangreiche Förderung der vielen deutschen Fußballtalente, sondern auch der aktuelle Titel beim Confed-Cup und der U21-EM-Titel sind Ergebnis der vorbildlichen Nachwuchsförderung des DFB. Immerhin haben die meisten aktuellen Nationalspieler das DFB-Stützpunktsystem und die Nachwuchsförderung der NWLZ durchlaufen. „Ausruhen wollen und dürfen wir uns jedoch auf diesen Erfolgen nicht. Sonst würden uns andere Nationen wieder überholen.“,  meinte Markus Hirte am 4. August im Chemnitzer Sportgymnasium vor gut 65 Trainern der sächsischen DFB-Stützpunkte sowie Trainern der Nachwuchsleistungszentren des Chemnitz FC und vom FC Erzgebirge Aue.

Hirte, der sich seit 2016 als Chef der Talentförderung beim DFB verantwortlich zeichnet, stellte im Rahmen der alljährlichen Anleitung der Stützpunkttrainer das neue Ausbildungskonzept und die neue Spielphilosophie „Unser Weg“ des DFB vor. „Die Talentförderung in den gut 360 Stützpunkten ist einer der Grundpfeiler unserer Nachwuchsförderung. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Förderung ein Erfolgsmodell ist. Trotzdem dürfen wir nicht stehen bleiben, sondern müssen diese als Ansporn sehen, um uns weiterzuentwickeln. So gibt es in den Bereichen Sichtung und Ausbildung noch einiges Potential. Gerade bei Talenten, die sich in den älteren Altersklassen entwickeln, müssen wir noch genauer hinschauen“, erklärte Hirte den interessierten Trainern. Die angepasste Spielphilosophie umriss der Leiter der Talentförderung wie folgt: "Oberstes Ziel ist es, stets den Spaß am Fußball zu vermitteln und unsere Talente noch individueller zu fördern, um das maximale Potential unserer Talente herauszuholen."

© Gregor Berger