SV 90 Lissa gewinnt Bronze

Bereits zum fünften Mal veranstaltete der Nordostdeutsche Fußballverband die NOFV-Meisterschaft als Vorrunde zur deutschen Meisterschaft und immer konnte sich die Mannschaft des SV 90 Lissa als Sachsenmeister qualifizieren. Dabei verstärkte sich das Team mit ehemaligen Spielerinnen und befreundete Kickerinnen anderer Vereine und alle freuen sich immer wieder auf ein Wiedersehen.

Foto: SV Lissa

Im Eröffnungsspiel traf Lissa auf die Gastgeber von Brandenburg, die Kreisauswahl Ruppin/ Priegnitz und brannte ein Feuerwerk ab. Den Torreigen eröffnete Christiane Fleck mit einem sehenswerten Kopfball nach maßgenauer Flanke von Doreen Bock. Das 2:0 erzielte das `Kücken` der Ü35 Doreen Bock selbst, in dem sie aus 15m scharf ins rechte Eck schoss. Gelja Höhne erzielte das 3:0 nach einer schönen Einzelleistung. Den 4:0-Endstand besorgte Doreen Glöckner per Abstauber. In der zweiten Partie traf Lissa auf die Sieger des Vorjahres, die Landesauswahl Mecklenburg-Vorpommern, und erlebte eine einzige Katastrophe. Zunächst ein Fehlstart nach Abspielfehler in der Abwehr und der frühe Rückstand, dann ein Traumtor per Kopf von Claudia Rank, was aber nicht gegeben wurde. Zu allem Überfluss verletzte sich Doreen Glöckner schwer und musste mit Blaulicht in Krankenhaus gebracht werden. Die knappe 0:1-Niederlage gegen die späteren Turniersieger war dabei nur noch Nebensache.

Nach einer Mittagspause wurden die Beine schwer und alle Beteiligten hatten große Mühe, wieder in die Gänge zu kommen, die Folge war ein torloses Remis gegen die Landesauswahl von Sachsen-Anhalt. Dabei glänzte vor allem Anett Pantel im Lissaer Tor mit unglaublichen Reflexen und machte somit die mangelnde Torgefahr ihrer Vorderleute wieder wett. Die Konstellation wollte es so, dass Lissa mit einem Sieg gegen Turnierfavorit USV Jena noch Silber erreichen konnte und der Hunger war groß, diese Medaille zu holen. Doch Jena war stark und erspielte sich Chance um Chance, wieder war es Anett Pantel, die mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Abwehr und offensichtlich viel Glück den Kasten sauber hielt. Mitten in einen Angriff der Jenaerinnen konterte Lissa klug und erzielte die Führung. Doreen Bock zog aus 20m ab und traf mit dem Tor des Monats (wo waren bloß die Kameras?) und Lissa kämpfte fortan mit Mann und Maus um den Erhalt dieser knappen Führung. Jena war aber klar besser, baute Druck auf und hatte dann auch in der Schlussminute das notwendige Glück, den verdienten Ausgleich zu erzielen. Lissa musste sich zwar nur mit Bronze zufrieden geben, kann darauf aber dennoch sehr stolz sein.

Die gesamte Teamleistung auf und neben dem Platz ist beispiellos und kann nicht mit Pokalen und Medaillen aufgewogen werden. Ein selten erlebter Zusammenhalt machte das Wochenende wieder zu einem besonderen Erlebnis und alle Beteiligten mächtig stolz und glücklich. Der verletzten Doreen Glöckner gilt auf diesem Weg alles Gute und vor allem schnelle Genesung zu wünschen.

Es spielten: Anett Pantel - Doreen Kühr, Gelja Höhne, Doreen Glöckner, Jana Deckert, Claudia Rank, Michaela Eckenstaler, Ilka Bretschneider, Kerstin Dinter-Kodantke, Manuela Treibl, Christiane Fleck und Doreen Bock

©Tino Glöckner