1,5 Millionen Euro für die Basis

Die Fußball-Flüchtlingsinitiative "1:0 für ein Willkommen" wird nach 20 Monaten Laufzeit und 3013 geförderten Vereinen beendet. 2017 folgt die Fortsetzung

Grindel mit Özoğuz: "Fußball leistet einen bedeutenden zivilgesellschaftlichen Beitrag". (Carsten Kobow)

Die Fußball-Flüchtlingsinitiative "1:0 für ein Willkommen" wird nach 20 Monaten Laufzeit beendet. 3013 Vereine aus allen DFB-Landesverbänden hatten seit dem Start im März 2015 eine finanzielle Förderung erhalten. Dank "1:0 für ein Willkommen" wurden somit 1,5 Millionen Euro an Fußballvereine in ganz Deutschland ausbezahlt. Partner der Initiative waren die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Nationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz.

"Tausende Amateurvereine haben zehntausende geflüchtete Menschen zum Fußballspielen eingeladen", sagt DFB-Präsident Reinhard Grindel. "Der Fußball leistet dadurch einen bedeutenden zivilgesellschaftlichen Beitrag. Mit der Initiative '1:0 für ein Willkommen' hat der DFB die Vereine unterstützt und ein wichtiges Anliegen der Amateurbasis erfolgreich und nachhaltig gefördert. Ursprünglich war die Initiative für 1200 Vereinen budgetiert, jetzt schließen wir dieses Engagement mit mehr als 3000 Vereinen ab. Das ist eine stolze Bilanz der ersten Phase eines bemerkenswerten Projektes."

"2:0 für ein Willkommen": Initiative wird fortgesetzt

"Es ist beeindruckend, mit wie viel Elan und kreativen Ideen sich die Fußballvereine in unserem Land für Flüchtlinge engagieren", sagt Staatsministerin Özoğuz. "Mit ihrem Engagement auch über den Fußball hinaus tragen die Vereine so zur Stärkung des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft bei. Dafür bin ich dem Fußball dankbar. Wir konnten mit unserer Förderung viele Vereine bei diesem wichtigen Engagement unterstützen. Ich freue mich, dass wir dieses erfolgreiche Konzept mit der Initiative '2:0 für ein Willkommen' fortsetzen können."

Partner dieser Initiative sind wie bei der Vorgängerkampagne die DFB-Stiftung Egidius Braun, die Nationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Gefördert werden Fußballvereine, die geflüchteten Menschen den weitergehenden Zugang in die Gesellschaft erleichtern, vor allem zu Bildungs- und Berufsangeboten. Auch die DFB-Mitgliedsverbände und deren Untergliederungen sind ab sofort antragsberechtigt.

"Im Jahr 2017 stellen wir zusammen mit der Beauftragten der Bundesregierung und der Nationalmannschaft insgesamt 400.000 Euro für die Initiative zur Verfügung, davon werden rund 120.000 Euro dafür eingesetzt, auch in Zukunft Fußballvereine für ihre Integrationsaktivitäten mit einer Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro zu fördern", erklärt DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg, der geschäftsführende Vorsitzende der DFB-Stiftung Egidius Braun. "Voraussetzung dafür ist, dass sich diese Klubs für mindestens fünf Flüchtlinge engagieren und in den Vorjahren noch nicht mit der pauschalen Fördersumme unterstützt wurden."

Text: DFB